Die Befreiung der Brustkrebsgene (4) – Mehrere Tausend Euro

(Last Updated On: 9. Mai 2013)

Auf der Webseite www.biotechnologie.de (einer „Initiative vom Bundesministerium für Bildung und Forschung“, lt. Impressum jedoch eine Webseite, die bei der BIOCOM AG angesiedelt ist, s. Abb.) gibt es einen Hinweis zu Gentests der juristisch umstrittenen Myriad Gentests:

 Das US-Unternehmen Myriad Genetics hat sich auf solche Tests spezialisiert. In Martinsried, in der Nähe von München hat es Mitte März ein neues Labor eröffnet, um seine Dienste auch in Europa anzubieten.

Weiter unten auf der Seite schreibt biotechnologie.de:

Kaum verwunderlich, dass das komplexe Verfahren recht teuer ist. Mehrere tausend Euro stellt Myriad den Krankenkassen für jeden einzelnen Test in Rechnung. Unterm Strich dürften die Versicherer trotzdem sparen. Wird durch eine engmaschigere Kontrolle von gefährdeten Frauen eine Krebserkrankung frühzeitig erkannt, sind die Heilungschancen für die Patientin nicht nur besser, auch die Kosten für die Behandlung sinken.

Aus aktuellem Anlass dazu die Hinweise zur Situation in den USA, wo die Bürgerrechtsorganisation ACLU – gemeinsam mit Breast Cancer Action – gegen die Patentierung klagt:

Ob es durch teure privat patentierte Brustkrebstests zu Einsparungen bei den Krankenkassen kommt, erscheint uns fraglich. Auch die „Initiative der Bundesregierung“ (s. Abb.) im Header der Webseite einer Aktiengesellschaft verwundert uns, aber vielleicht ist das ja heute einfach so … Wir beobachten die Entwicklungen weiter.

Bildnachweis: Screenshot BCAG www.biotechnologie.de – Abruf 22.03.2012

 

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