Archiv für die Kategorie Medikamente

Langzeitüberleben mit Brustkrebs – Antihormontherapie und Metastasierung: Wichtige Datenanalyse erschienen

In den Nachrichten im Deutschen Ärzteblatt erschien am 9. November 2017 ein Hinweis auf eine im New England Journal of Medicine (2017; 377: 1836-1846) veröffentlichte Metaanalyse zum Risiko von Fernmetastasen für „Langzeitüberlebende“ nach Absetzen der Hormontherapie mit einem Behandlungszeitraum von fünf Jahren. Die Ergebnisse sind leider wenig beruhigend. Ausgewertet wurden

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Methadon bei Krebs?

Seit einiger Zeit (Stand: 12.06.2017) gibt es in den Medien Berichte über eine angeblich die Chemotherapie verstärkende Wirkung von Methadon. Methadon ist ein synthetisch hergestelltes, schmerzstillendes Opiod, das in Deutschland nur zur Substitutionsbehandlung bei Heroinabhängigkeit zugelassen ist. Die Diskussion wird kontrovers geführt, Gegnern wird u.a. vorgeworfen, sie

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Fundierte Betrachtung: Mit Kältekappe die Haare bei Chemotherapie retten?

Diagnose Brustkrebs: Lange schon gibt es immer mal wieder Berichte über die „Rettung der Haare“ unter Chemotherapie. Der komplette Haarverlust wird oft als so verletzend empfunden, dass einige Frauen eine Chemotherapie deswegen ablehnen. Der Haarverlust macht die Krebserkrankung auch nach außen sichtbar. Es gibt sogar Frauen, die

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Was bringt Herceptin adjuvant? Langzeitdaten aus dem arznei-telegramm

Im aktuellen arznei-telegramm (a-t) 05/2017 wurde in der Rubrik Therapiekritik ein Artikel zu „Langzeitdaten zu adjuvantem Trastuzumab bei Brustkrebs“ veröffentlicht. Das Medikament war das erste einer Reihe von sehr hochpreisigen Medikamenten in der Brustkrebstherapie, bei denen sich die Behandlungskosten für die jährliche Therapie deutlich im fünfstelligen Bereich

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Palbociclib / Ibrance – ein neues Pfizer-Medikament am Markt

Zeitgleich zur Etablierung von Palbociclib gegen Brustkrebs (Markenname Ibrance) hat der Hersteller Pfizer die neue Veranstaltungsreihe „Dialogrunde Brustkrebs“ gestartet, die bereits in mehreren Städten vor Ort war. „Dialogrundenpartner“ sind die Patientinnenorganisation „Brustkrebs Deutschland e.V.“ (s. dazu z.B. Sharon Batt und ihre intensive Auseinandersetzung mit der neue Rolle

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Herceptin® (Trastuzumab) und Herzfunktion

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft hat am 22.03.2017 einen „Rote-Hand-Brief“ zu Herceptin® (Trastuzumab) veröffentlicht: Der Hersteller des Medikaments Roche weist darin an die Bedeutung der Überwachung der Herzfunktion vor, während und nach der Behandlung mit dem Medikament hin. Die Häufigkeit und Schwere einer Herzinsuffizienz soll so reduziert

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Warnhinweise für Medikamente: Frankreich meldet tödliche Darmentzündung (Enterokolitis) unter taxanhaltiger Chemotherapie mit Docetaxel

Wie das unabhängige arznei-telegramm (a-t) jetzt berichtete (s. Quellenangabe unten), liegen aus Frankreich Berichte über tödlich verlaufende Darmentzündungen unter Chemotherapie mit Docetaxel vor. Die französische Arzneimittelbehörde ANSM hatte darüber informiert, dass im Jahr 2016 fünf Verdachtsberichte zu tödlicher Enterokolitis bei Neutropenie [Verminderung der weißen Blutkörperchen im Blut]

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Biomarkertests und Chemotherapie: Was können sie leisten?

Wir haben uns hier bereits mehrfach mit den neueren Testverfahren auseinandergesetzt, die Frauen mit Brustkrebs die Entscheidung für oder gegen eine Chemotherapie erleichtern sollen. Es wäre gut, wenn ein solcher Test vorab sagen könnte, ob die adjuvante Chemotherapie bei der Primärtherapie von Brustkrebs das Überleben individuell verbessert

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IQWiG-Vorbericht: Aromatasehemmer beim Mammakarzinom der Frau

Mit Pressemitteilung vom 08.04.2016 weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) auf seinen Vorbericht zu Aromatasehemmern zur Behandlung von Brustkrebs (vorläufige Nutzenbewertung) hin. Die Untersuchung wurde vor knapp sechs Jahren (Juli 2010) vom Gemeinsamen Bundesausschusses in Auftrag gegeben. Rund ein Jahr später, im Juli

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Nicht uneingeschränkt unschädlich: Isolierte Isoflavone

  In einer Pressemeldung vom 21.10.2015 berichtet die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA über die Ergebnisse einer Bewertung von isolierten Isoflavonen in Nahrungsergänzungsmitteln durch ihr Sachverständigengremium für Lebensmittelzusatzstoffe ANS. Isoflavone in ihrer natürlichen Form kommen u.a. in Soja und Rotklee vor, in Nahrungsergänzungsmitteln werden Extrakte („isolierte Isoflavone“)

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