Brustkrebs und Deodorants – Doch Zusammenhänge?

(Last Updated On: 4. August 2013)

Am 9. Januar 2012 veröffentlichte SpringerMedizin.at unter Berufung auf eine APA-Pressemeldung einen Artikel über eine Studie zum Zusammenhang zwischen Deodorants und Brustkrebs. Diese Frage ist in der Vergangenheit bereits öfter aufgeworfen worden, doch gab es keine Daten für einen wissenschaftlichen Nachweis.

Zusammenhänge? Deodorant und Brustkrebs

Erstmals sei nun in einer Studie eine Schädigung von Brustgewebe durch das in einigen Deodorants enthaltene Aluminiumchlorid, ein Aluminiumsalz, nachgewiesen worden. Diese Schädigungen könnten in der Folge zu Brustkrebs führen: „Das Aluminiumchlorid bewirkte in den Zellen ein abnormales Verhalten, das jenem entspricht, das in den ersten Phasen einer tumorartigen Veränderung von Zellen beobachtet wird. Außerdem fanden die Forscher eine erhöhte Zahl von sogenannten Doppelstrangbrüchen des Erbguts, die ebenfalls mit Krebsentstehung in Zusammenhang stehen könnten.“

Wenngleich darauf hingewiesen wird, dass die Studie nicht ausreiche, um nachzuweisen, dass Aluminiumsalze, wie sie in klassischen Deos benutzt werden, Brustkrebs auslösten, sollten Frauen unseres Erachtens ggf. nach dem Motto von Susan Love verfahren: Wenn Sie beim Gebrauch eines Deos, das Aluminiumsalze enthält, kein gutes Gefühl haben, benutzen Sie es nicht. Aluminiumverbindungen in Deos finden sich u.a. unter den Bezeichnungen Aluminiumchlorid, Alaun, „Kristall“.

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Bericht:
Zusammenhang zwischen Deodorants und Brustkrebs (erschienen bei SpringerMedizin.at am 09.02.2012)

Studie im Original (Englisch):
Aluminium chloride promotes anchorage-independent growth in human mammary epithelial cells, Journal of Applied Toxicology, gedruckte Ausgabe: Vol. 32, Issue 3, Seiten 233-243, März 2012; zuerst online erschienen am 06.01.2012, DOI: 10.1002/jat.1793
Der Artikel ist online frei zugänglich und kann auch als PDF komplett heruntergeladen werden.

Bildnachweis:  day 38: deodorant, von Esther Simpson, CC BY-NC-SA 2.0

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