Lesetipp Ratgeber "Wechseljahre" – Praktische Begleitung für diese Lebensphase vom FFGZ Berlin ist neu erschienen (Ausgabe Juni 2012)

(Last Updated On: 10. Mai 2013)
Ratgeber Wechseljahre 2012

Ratgeber Wechseljahre 2012 vom FFGZ Berlin

 

Trotz Leitlinie werden Hormone in den Wechseljahren noch immer zu häufig und zu lange verordnet sowie die gesundheitlichen Risiken für Frauen ignoriert. Der aktualisierte Ratgeber „Wechseljahre – Praktische Begleitung für diese Lebensphase“ des FFGZ e.V. bietet die Alternativen. Er ist im Juni 2012 neu erschienen.

Alternativen zur Hormonersatztherapie

Seit vielen Jahren belegen Studien, dass die Einnahme von Hormonen gesundheitliche Risiken birgt und sie nur noch in Ausnahmefällen einzusetzen sind. Im Jahr 2009 wurde dieser Tatsache endlich Rechnung getragen und die erste interdisziplinäre, evidenzbasierte Leitlinie zur Hormontherapie in und nach den Wechseljahren unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe veröffentlicht. Hormone sollen nur noch bei sehr starken Hitzewallungen niedrigdosiert und kurzfristig, maximal zwei Jahre verordnet werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt bei der Risikokommunikation, also bei der umfassenden Aufklärung eben nicht nur über den Nutzen, sondern auch über die Risiken der Hormontherapie.

Selbstschutz wirkt

Doch die Realität sieht anders aus. Auch im Jahr 2012 ist der Alltag in der gynäkologischen Standardpraxis davon geprägt, Frauen in den Wechseljahren Hormone zu verordnen und die Risiken herunterzuspielen. Ein besonderes Problem ist die Langzeitverordnung. Ältere Frauen, 60-Jährige bis über 80-Jährige, nehmen zum Teil seit Jahrzehnten Hormone ein und werden bei Ausstiegsversuchen von ihren ÄrztInnen nicht unterstützt.
Bekannt ist auch, dass Pharmafirmen gezielt geschönte Artikel zur Hormontherapie und ihrem vermeintlichen Nutzen bei Wechseljahresbeschwerden in renommierten Fachblättern, aber auch in Zeitschriften und Tageszeitungen platzieren. Irregeführt werden nicht nur die ÄrztInnen, sondern in großem Maße die Frauen, denen mithilfe dieser Argumentationen immer weiter Hormone verordnet werden – zu ihrem gesundheitlichen Schaden. Allein bei Brustkrebs wird davon ausgegangen, dass 10 bis 25 % der Erkrankungen durch die Hormone verursacht sind. In Deutschland betrifft das jährlich mindestens 5000 Frauen.

Informationen, die weiterhelfen

Dass Hormone, kurz- und langfristig eingenommen, mit gesundheitlichen Risiken einhergehen, hat sich herumgesprochen. Immer mehr Frauen, die heute in die Wechseljahre kommen, sind auf der Suche nach Informationen zur Bewältigung dieser Lebensphase und unschädlichen Therapieoptionen bei Wechseljahresbeschwerden. Diesen kann mit Lebensstiländerungen, wie ausgewogener Ernährung, mehr und gezielter Bewegung, Stressabbau und mit Hilfe der Komplementärmedizin gut begegnet werden. Gleichzeitig fördert dies die Gesundheit von Frauen in der Lebensmitte und darüber hinaus.

Pharma-unabhängiger Ratgeber

Die 112-seitige Broschüre des FFGZ e.V. ist ein gut verständlicher pharma-unabhängiger Ratgeber mit Literatur- und Serviceteil, der interessierten Frauen und Multiplikatorinnen kompakt das Wichtigste zu der Lebensphase Wechseljahre und Älterwerden unter ganzheitlichen Aspekten und der Selbsthilfe bietet – informativ, vielseitig und gut handhabbar, als Nachschlagewerk zu nutzen – auch für gut Informierte.

Die aktualisierte Neuauflage Wechseljahre – Praktische Begleitung für diese Lebensphase ist zum Preis von 8 € zu beziehen über den Buchhandel (ISBN: 978-3-930766-15-4) oder direkt bei:

Feministisches Frauen Gesundheits Zentrum e.V.
Bamberger Str. 51
10777 Berlin
Tel: 030 / 213 95 97
Fax: 030 / 214 19 27

Email: ffgzberlin@snafu.de
Internet: www.ffgz.de
Facebook: www.facebook.com/ffgzberlin

Bildnachweis: copyright FFGZ, mit freundlicher Genehmigung

Mehr Info

Infothek-Redakteurin Christine Nowicki im Interview mit Pressesprecherin Cornelia Burgert vom FFGZ e.V.:

Download MP3 (8 MB, bei infothek Berlin 88,4 – unbedingt anhören!)

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