Mammographie-Screening: Aktueller Diskussionsstand im AKF (Juni 2000)

(Last Updated On: 19. April 2016)

Nachdem der Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF) sich auf seiner Tagung Brust 2000 im November 1999 ausführlich mit verschiedenen Facetten der Krankheit beschäftigt hat, dreht sich die Diskussion weiter. Doch bleibe der Nutzen kontrovers, im Deutschen Ärzteblatt ist unter der Überschrift „Brustkrebs-Screening: Die Debatte bleibt ungelöst“ ein Artikel erschienen, nach dem der Rückgang der Brustkrebssterblichkeit durch Mammographie-Screening nicht zweifelsfrei beweisen sei.

Im Lancet (Ausgabe vom Januar 2000) hieß es, dass „Screening nicht gerechtfertigt ist“. Dagegen stünden jedoch kompetente BefürworterInnen aus europäischen Ländern wie Schweden, Holland und England, bei denen das Screening bereits lange eingeführt sei.

Der AKF verwies deswegen auf die unsichere Datenlage, forderte das Frauen ausreichend informiert befähigt werden, selbst mitzuentscheiden, ob eine Teilnahme für sie sinnvoll sei. Ulrike Hauffe, die Landesbeauftragte der Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau fordere eine unabhängige frauenspezifische Beratungsstelle und psychosoziale Begleitforschung als notwendige Bedingung für die Einführung des Screening-Programms.

Quelle für den deutschsprachigen Text: Claudia Schumann, AKF-Information, Jahrgang 2, Ausgabe 2 vom Mai 2000