Mammographie-Screening: Kleine Anfrage im Bundestag

(Last Updated On: 13. November 2015)

Nachdem sich die Berichterstattungen zum Mammographie-Screening in den Medien in den letzten Wochen nahezu überschlagen haben, brachte die Fraktion Die Linke nun am 21.07.2014 eine Kleine Anfrage in den Deutschen Bundestag ein, die sich mit dem Nutzen und den Risiken von Mammographie-Screenings zur Brustkrebsfrüherkennung befasst. Die Abgeordneten verweisen auf widersprüchliche Einschätzungen aus Fachkreisen, was den Nutzen einer solchen Reihenuntersuchung betrifft, und wollen von der Bundesregierung wissen, wie ihr diesbezüglicher Kenntnisstand ist.

Die Kleine Anfrage schildert dabei zunächst sowohl Vorteile wie auch Nachteile, die von verschiedenen Fachkreisen für und gegen eine Reihenuntersuchung gesunder Frauen mittels Mammographie vorgebracht werden. Der anschließende Fragenkatalog umfasst 46 Fragen. Dabei beziehen sich die drei letzten Fragen auf die von Prof. Dr. Werner A. Kaiser entwickelte MR-Mammographie, die angabegemäß u.a. an der Uniklinik Jena praktiziert wird. Durch dieses Verfahren konnten „viele Verdachtsfälle von Brustkrebserkrankungen, die durch Mammographie-Screening ausgelöst wurden, entkräftet werden … [wodurch] vielen Frauen unnötige operative Eingriffe und Chemotherapien erspart blieben“.

Wir werden den Fortgang dieser Kleinen Anfrage beobachten und zu gegebener Zeit über die Antworten der Bundesregierung berichten.

Quelle / Weiterlesen

Umstrittene Brustkrebsvorsorge, Deutscher Bundestag, Aktuelle Meldungen (Heute im Bundestag, hib) vom 31.07.2014
Anmerkung: Im Text dieser Aktuellen Meldung wird richtigerweise von „Brustkrebsfrüherkennung“ gesprochen. Es ist bedauerlich, dass ihre Überschrift das Mammographie-Screening fälschlicherweise als „Vorsorge“ bezeichnet.

Wissenschaftlicher Stand zu Nutzen und Risiken des Mammographie-Screenings, Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke, Deutscher Bundestag, Drucksache 18/2194, 21.07.2014

Antwort der Bundesregierung (pdf)

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