MRT der Brust bei älteren Frauen

(Last Updated On: 17. Dezember 2007)

Welche Ergebnisse eine Untersuchung mit MRT bei älteren Frauen bringt, wurde am Memorial Sloan-Kettering Krebs-Zentrum in New York untersucht. 228 Patientinnen zwischen 70 und 91 Jahren (durchschnittlich 73,5 J.) wurden beobachtet. 43 Frauen (19%) hatten dabei keinen Brustkrebs in ihrer bisherigen Krankengeschichte, 99 (43%) waren bereits früher an Brustkrebs erkrankt und 86 (38%) hatten aktuell zum Zeitpunkt der MRT-Untersuchung eine Brustkrebsdiagnose.
Die MRT fand 49 zusätzliche abklärungsbedürftige Befunde und 15 zusätzliche Krebserkrankungen bei einem Prozentsatz von 14% falsch-positiven Befunden, was die Autoren in der Zusammenfassung als „relativ niedrig“ bewerten. Fünf Tumoren wurden bei Frauen ohne bekannte Krebsdiagnose entdeckt. Bei den Frauen, die bereits zum Zeitpunkt der MRT eine Krebsdiagnose hatten, wurden 10 zusätzliche Tumoren gefunden, 7 davon in der anderen (contralateralen) Brust, 3 in der Brust, die bereits erkrankt war (ipsilateral).

In der Zusammenfassung wird das MRT als geeignet zum Aufspüren von Tumoren bei älteren Frauen bewertet, freilich ohne dass ein Überlebensvorteil gezeigt werden kann. Aus einer so vergleichsweise winzigen Studie lassen sich keine Schlussfolgerungen für einen breiten Einsatz der MRT zum „Screening“, also zur Untersuchung von Frauen ohne Brustkrebssymptome, ableiten. Deswegen ist für diese Altersgruppe weitere Forschung notwendig, so auch die Autoren in dieser Untersuchung.

Zum Abstract: Efficacy of breast MRI in elderly women
J. Yu, E. Morris, A. Park, H. Cody, III and M. L. Gemignani
Memorial Sloan-Kettering Cancer Center, New York, NY

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