SABCS 2020: Immuntherapie Teil 2 – Pembrolizumab

(Last Updated On: 21. Dezember 2020)

Mehr zu den Immuntherapien für die Behandlung von Brustkrebs bietet Karuna Jaggar in ihrem Beitrag zu Pembrolizumab (Markenname Keytruda, bisher in Deutschland nicht für die Behandlung von Brustkrebs zugelassen, Endpunkt Verbesserung des Gesamtüberlebens nicht erreicht bisher, Stand 12/2020, Studie KEYNOTE 355).

Nebenwirkungen im „Pembro“-Arm der Studie seien Müdigkeit, Übelkeit, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Haarausfall, Hautausschlag, Husten, verminderter Appetit und Kopfschmerzen, Anämie, niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen und andere „Laboranomalien“ gewesen. Keytruda könne sogar dazu führen, dass das körpereigene Immunsystem normale Organe und Gewebe in jeglichem Bereich des Körpers angreife und deren Funktionsweise beeinträchtige. Diese Probleme könnten manchmal sogar schwerwiegend oder lebensbedrohlich werden und zum Tod führen, sie könnten jederzeit während der Behandlung oder sogar nach Beendigung Ihrer Behandlung auftreten, schreibt Karuna Jaggar. Behandlungskosten für das zur Therapie des Triple-negativen Brustkrebses noch in der Forschung befindliche Medikament in den USA: etwa 150.000 USD pro Patientin/Behandlungsjahr. Merck, das Unternehmen, das Pembrolizumab herstellt, wartet derzeitig auf eine FDA-Entscheidung, die am 29. März 2021 für die Anwendung in Kombination mit einer Chemotherapie auf Platinbasis bei dreifach negativem Brustkrebs im Frühstadium mit hohem Risiko erwartet wird.

Breast Cancer Action vertritt hinsichtlich einer Zulassung angesichts der dokumentierten Toxizität und der hohen Kosten für das Arzneimittel den Standpunkt, dass diese auf dem Nachweis eines Gesamtüberlebensvorteils beruhen sollte.

Mehr zum Thema

SABCS 2020: Immunotherapy Part 2 von Karuna Jaggar (16.12.2020)
Immuntherapie bei Brustkrebs? Berichte vom SABCS 2020
Keytruda – Informationen zum Medikament bei gesundheitsinformationen.de (nur für verschiedene andere Krebserkrankungen bisher)