Sasco, Annie J.

(Last Updated On: 5. Dezember 2016)

Dr. Annie J. Sasco (PhD) ging nach ihrem Studium an der Medizinischen Fakultät der Universität Bordeaux nach Harvard, wo sie zwei Master ablegte und ihre Doktorarbeit in Epidemiologie abschloss. Anschließend lehrte sie als Gastdozentin an der Harvard University.

Als feministische Ärztin bzw. Epidemiologin hat sie 22 Jahre bei der International Agency  for Research on Cancer (IARC) in Lyon, Frankreich, gearbeitet. Das IARC ist eine Einrichtung der WHO, die sich mit Krebsforschung und insbesondere mit dem Programm zur Bewertung und Klassifizierung von Karzinogenen befasst. Für zwei Jahre hat Annie Sasco außerdem eines der Krebskontrollprogramme der WHO geleitet. Sie war für den Zeitraum von neun Jahren am IARC in der Leitung der Abteilung für Epidemiologie und Krebsvermeidung beschäftigt, bevor sie 2011 in die Arbeitsgruppe HIV, Krebs und Globale Gesundheit ( HIV, Cancer and Global Health) am INSERM, dem Institut national de la santé et de la recherche médicale (Französisches Nationales Institut für Gesundheit und Medizinforschung) ging.

Sasco hat mehr als 400 Publikationen veröffentlicht und ist Mitglied in diversen Fachgremien und Verbänden. Sie ist Mitbegründerin und Vizepräsidentin der European Society of Environmental Health. Im Jahr 2005 war sie eine der 1.000 Frauen, die für den Friedensnobelpreis nominiert waren. Sie spricht Französisch, Englisch und Italienisch sowie etwas  Deutsch und Spanisch.

Annie Sasco forscht unter anderem an den Auswirkungen von hormonhaltigen Kosmetika und Körperpflegeprodukten, die im Verdacht stehen, Brustkrebs zu begünstigen. Sie plädiert für die Einrichtung von Zentren zur Erforschung der umweltbedingten Ursachen von Krebs.

Am Runden Tisch „Endokrin wirksame Substanzen, Wirkungen und Wirkmechanismen“, organisiert von Women in Europe for a Common Future (WECF), hat sie am 10.12.2012 in Paris die generationsübergreifenden Auswirkungen von endokrinen Disruptoren vorgestellt. Sie zog dabei auch Lehren aus dem DES-Skandal und weist auf die Verursachung von Krebs hin.

Quellen

Vita Annie Sasco, z.B. World Conference on Breast Cancer Foundation

Bücher

Cancer et environnement : la vérité. [Krebs und Umwelt: Die Wahrheit] Les éditions du Toucan (21. Oktober 2010). ISBN 2810002673, 978-2810002672

Zeitschriftenartikel

Donovan M., Sasco A. et al: Personal care products that contain estrogens or xenoestrogens may increase breast cancer risk (pdf). Medical Hypotheses, 02/2007; 68(4):756-66. DOI: 10.1016/j.mehy.2006.09.039

Devra Lee Davis, Maryann Donovan, Ronald Herberman, Mitchell Gaynor, Deborah Axelrod, Nik van Larebeke, Annie J Sasco: The need to develop centers for environmental oncology. University of Pittsburgh Cancer Institute and Graduate School of Public Health, University of Pittsburgh, Pittsburgh, PA, USA. Biomedecine [?]. 01/2008; 61(10):614-22. DOI: 10.1016/j.biopha.2007.06.006

Sasco AJ: Breast Cancer and the Environment. Horm Res 2003;60(suppl 3):50- (DOI: 10.1159/000074500)

Videos

Effets transgénérationnels des perturbateurs endocriniens: les leçons du DES, WECF-Roundtable 10.04.2012

 

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