Forschungsprojekt zu unterschiedlichen Versorgungsbedarfen oder Was macht eigentlich … Susan Love? (Teil 10)

(Last Updated On: 25. Januar 2012)

Susan Love startet aktuell mit ihrem „Army of Women“-Projekt ein neues Forschungsprojekt zu den weitreichenden auch emotionalen Auswirkungen der Diagnose Brustkrebs. Weniger gut verstanden würden diese Auswirkungen auf Befindlichkeiten und Lebensqualität von Frauen, die im medizinischen Umfeld historisch unterversorgt seien. Lesben und bisexuelle Frauen seien eine dieser unterversorgten Bevölkerungsgruppen und es gäbe bisher kaum Forschung zu Brustkrebs dieser Gruppe. Um ihre individuellen Bedürfnisse besser zu erforschen, startet Love jetzt eine Umfrage zum Thema.

In dem Forschungsprojekt sei man an allen lesbischen und bisexuellen Frauen, die eine Diagnose Brustkrebs erhalten hätten, interessiert. Besonderes Interesse gälte auch Frauen, die eine metastasierte Erkrankung, ein Rezidiv oder eine zusätzliche Krebsdiagnose erhalten hätten bzw. die sich aktuell in einer Krebstherapie befinden.

Was soll mit der Studie erreicht werden?

Die über die Umfrage gewonnenen Informationen zu Befindlichkeit und Lebensqualität von Lesben und bisexuellen Frauen mit Brustkrebs sollen verwendet werden, um Programme zu entwickeln, die gesundheitliche Ungleichheiten in der medizinischen Versorgung reduzieren helfen.

Wie funktioniert die Teilnahme?

Frauen, die sich an dieser Studie beteiligen, werden gebeten, an einer ca. 45-minütigen telefonischen Befragung teilzunehmen. Die Fragen befassen sich mit dem Gesundheitszustand, der medizinische Geschichte, Demographie und der sexuellen Orientierung. Es würden insgesamt 600 Teilnehmerinnen benötigt. Die Studie wird durchgeführt von Dr. med. Ulrike Boehmer von der Boston University School of Public Health in Zusammenarbeit mit der Brown University.

Teilnehmen können allerdings nur Frauen, die in den  USA leben und an Brustkrebs erkrankt sind. Teilnehmerinnen müssen sich mit ihrer lesbischen oder bisexuell Lebensweise identifizieren oder mit einer Partnerin leben. Von den Ergebnissen könnten aber vielleicht auch Frauen bei uns profitieren.

Info zur Studie

Variations in the Health Needs of Breast Cancer Survivors (Susan Love Webseite)

Bildnachweis: Screenshot BCAG 2012

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