Wir über uns

Anliegen

Entstehung und Hintergrund

Das Projekt Breast Cancer Action archive (vormals: Breast Cancer Action Germany) ist ein Projekt kritischer Patientinnen und Frauen und besteht seit Ende 2006. Vorbild waren konsequent frauenorientierte und kritische Projekte wie Breast Cancer Action in San Francisco und Breast Cancer Action Montreal, die sowohl eine andere Sichtweise auf öffentliche Gesundheit, Wissenschaft, Biomedizin und Umweltpolitik zugrunde legen, wie auch soziale, kulturelle und politische Ansätze und Möglichkeiten der Veränderung im alltäglichen Leben im Umgang mit Brustkrebs aufzeigen.

Zentral war für uns von Anfang an der Verzicht auf eine Finanzierung mit Interessenkonflikten (etwa durch Pharmakonzerne, Krankenkassen oder medizinische Fachgesellschaften). Die Finanzierungsrichtlinie der Breast Cancer Action-Projekte war deswegen richtigungsweisend für uns.

Wir haben über rund zwei Jahrzehnte hinweg dafür eng mit unabhängigen Frauengesundheitsnetzwerken in Deutschland (Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V., Netzwerk Frauengesundheit Berlin und unabhängigen Frauengesundheitsnetzwerken und Fachexpertinnen für Frauengesundheit über Ländergrenzen hinweg zusammengearbeitet und pflege die zentral wichtigen Kontakte in die Frauengesundheitsbewegung auch weiterhin.

Position und Blickwinkel auf Medizin: die Perspektive als Patientin und Verbraucherin, einschl. Interessenvertretung

Breast Cancer Action archive-Webseite verfolgt ausschließlich Interessen im Bereich des VerbraucherInnenschutzes. Die Breast Cancer Action Germany-Webseite hat weder geschäftliche noch kommerzielle Inhalte und verweist auch nicht auf solche. Mit dieser Website sind keine kommerziellen Interessen verknüpft. Wir sind Selbsthilfeprojekt und stellen Selbstschutz in den Vordergrund. Interessenkonflikte sowie finanzielle Verbindungen zu Leistungsträgern und Leistungsanbietern im Gesundheitswesen bestehen nicht.

Thema

Die Krankheit Brustkrebs ist eines der gesundheitlichen Probleme von Frauen heute und gestern. Brustkrebs ist in Medizin und Gesellschaft aber auch ein erheblicher Wirtschaftsfaktor. Zugleich werden Ursachen und Risiken in Lebensbedingungen von Frauen nicht thematisiert und Wege, um sich besser zu schützen, werden häufig nicht genutzt oder sie sind unbekannt. Die Betreuung des Themas aus der Perspektive von Frauen erscheint uns deswegen nach wie vor geboten und Wissen fehlt. Wir möchten Wege zum Wissen öffnen. Schwerpunkt unseres Projekts auf diesen Internetseiten ist deswegen immer das Thema Brustkrebs sowie angrenzende gesundheitsbezogen relevante Inhalte wie z.B. Umwelt, Krankenversicherung, Beruf und Krankheit, Datenschutz, Internet oder Gesundheitspolitik. Wir schauen dabei mit einem komplexeren Ansatz als gewohnt auf gesellschaftliche, wirtschaftliche und strukturelle Bedingungen von Frauen in Gesundheitswirtschaft und Gesellschaft und nutzen diese Webseite als Rahmen ohne Anspruch auf Vollständigkeit, um aufzuzeigen, was aus unserer Perspektive beachtenswert erscheint, was sich verändert etc.

Zielsetzungen

Wir wollten mit diesem Projekt u.a.

  • fachlichen Inhalten und kritischen Fragen Raum geben,
  • unabhängige Wege zu Information und Wissen erschließen,
  • Einzelaspekte wie Ökonomisierung, Industrialisierung und Privatisierung betrachten,
  • Erfolgsmeldungen auf ihre Wertigkeit für uns unter die Lupe nehmen,
  • den Grad der Patientinnenorientierung in verschiedenen Bereichen beschreiben,
  • die alleinige Fokussierung auf die Primärbehandlung bei Brustkrebs dabei überschreiten und
  • Ursachen und Umweltbedingungen vor dem Hintergrund der steigenden Fallzahlen ebenso betrachten, wie auch die Auswirkungen der Brustmedizin auf Frauen und Umwelt,
  • die Entwicklung präventiver Ansätze fördern,
  • Probleme mit Abhängigkeiten und Interessenkollisionen nicht unberücksichtigt lassen und thematisieren und
  • ethisch wichtige Schwerpunkte herausstellen.

Abgrenzung zu kommerziellen Angeboten

Diese Webseite enthält keine Werbung. Insbesondere hin zu kommerziellen und gewinnorientierten Angeboten, aber auch zu pharmafinanzierten Patientinneninitiativen haben wir versucht, eine Grenze zu setzen, weil wir es als Frauen, Patientinnen und Verbraucherinnen sinnvoller finden, diese unabhängige Position einzunehmen.

Wir wollten damit gleichzeitig das Bewusstsein gegenüber aggressiven Strukturen des Marketings im Zusammenhang mit der weiblichen Brust, mit Brustkrebs und Frauengesundheit verbessern, denn wir wissen aus eigener Erfahrung, dass Marketingstrategien von Frauen insbesondere auch im Bereich der Selbsthilfe als solche oftmals gar nicht wahrgenommen und zugeordnet werden können, insbesondere wenn es auf den ersten Blick z.B. um scheinbar „rein wissenschaftliche Informationen“ oder „die selbstlose Unterstützung“ von und gerade auch durch Patientinnen geht.