doku: 19.05.2011 – … „ist brauchbare Qualität nicht mehr zu liefern“ …

(Last Updated On: 19. Mai 2011)

Lauterbach Zitat des Tages im Deutschen Ärzteblatt … „In Praxen mit sehr großen Patientenzahlen „ist brauchbare Qualität nicht mehr zu liefern“, sagte Lauterbach, selbst wenn die betreffenden Kollegen sehr erfahren seien. „Die Art der Medizin, die wir in diesen Regionen praktizieren, ist minderwertig“, … befand der Abgeordnete. “ Zitatende

Gerade durch die Behandlung von Krebspatientinnen in den onkologischen Schwerpunktpraxen konzentriert sich unendlich viel Leid. Ein Platz im „Chemostübchen“ findet sich schon, die Reihenbehandlung rechnet sich. Doch beim Gespräch mit ÄrztInnen läuft die gefühlte 7-Minunten-Uhr immer mit.   Gerade bei onkologischen Therapien, bei der Beratung und beim Leben mit Krebserkrankungen und Brustkrebs ist diese ärztliche Beratung, die Patientinnen immer wieder Sicherheit gibt, Fragen beantwortet, verortet, dass das Bestmögliche getan ist, von unschätzbarer Bedeutung. Onkologische Beratung ist eine hoch qualifizierte Leistung, für die wir unabhängige ÄrztInnen brauchen. Adäquat finanziert wird sie in der Regel nicht. Nur Medikamentenpreise – und Mehrwehrsteuer darauf – stehen eher nicht zur Diskussion … zu Unrecht, wie wir meinen. Damit keine Mißverständnisse aufkommen: Dieses zutreffende Zitat ist keine Wahlempfehlung für eine bestimmte Partei. Die Gesundheitspolitik der SPD in der vergangenen Dekade blieb – trotz „Engagement“ in Sachen Brustkrebs in ihren Details vor allem eines … enttäuschend. Die „Qualitätsdebatte“ war überdies Anstoß und Anlass, Gesundheitswesen und medizinische Versorgung in die „Wachstumsbranche Gesundheitsmarkt“ umzubauen.

Quellenangabe: Lauterbach: Unterversorgung gefährdet Qualität, Deutsches Ärzteblatt, 19. Mai 2011