Zwei neue Studien zu Medikamenten gegen Anämie deuten auf Tumorwachstum und Tod der Patientinnen hin

(Last Updated On: 13. Mai 2013)

In ihrer Infomail „E-Alert“ vom Januar 2008 informiert Breast Cancer Action San Francisco über neue Studien im Zusammenhang mit EPO. Beate Schmidt hat für unseren Blog eine kurze Übersetzung angefertigt.

Die Food and Drug Administration (FDA, amerikanische Medikamenten-Zulassungsbehörde) hat am 03.01.2008 bekannt gegeben, dass sie zwei neue Studien prüft, die weitere Beweise dafür liefern, dass die Medikamente gegen Anämie (Blutarmut), die als Erythropoese-stimulierende Substanzen (ESAs) bekannt sind, für diejenigen Brustkrebspatientinnen gefährlich sein könnten, die sie zur Behandlung einer durch Chemotherapie induzierten Anämie erhalten.

Laut FDA zeigen die Studien, dass Patientinnen mit Brustkrebs oder fortgeschrittenem Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs), die Aranesp, Epogen oder Procrit erhielten, früher starben oder öfter ein schnelleres Tumorwachstum aufwiesen als vergleichbare Patientinnen, die diese Anämie-Medikamente nicht erhielten.

Diese neuen Studien folgen sechs anderen Studien – die ähnliche Ergebnisse hatten – auf dem Fuße, aufgrund derer die FDA umgehend schärfere Warnhinweise in den Beipackzetteln bezüglich der Anwendung von ESAs bei Krebspatientinnen anordnete.

Das Oncologic Drugs Advisory Committee (Beratungsgruppe für onkologische Medikamente) der FDA wird sich im März treffen, um die neue Datenlage zu prüfen und das Risiko der Anwendung von ESAs zu bewerten.

Siehe dazu auch unsere Nachricht vom November 2007:
http://www.bcaction.de/wordpress/?p=391

Von BCA San Francisco benutzte Quellen:
offizielle Mitteilung der FDA: http://www.fda.gov/bbs/topics/NEWS/2008/NEW01769.html

Original-Mitteilung von BCA San Francisco

zu ESAs siehe auch:
auf Englisch http://en.wikipedia.org/wiki/Erythropoiesis-Stimulating_Agent
auf Deutsch http://de.wikipedia.org/wiki/Erythropoetin
sowie http://de.wikipedia.org/wiki/Erythropoiesis-Stimulating_Agent

Warnungen der FDA zu Epogen und Procrit im Original (März 2007):
http://www.fda.gov/cder/foi/label/2007/103234s5122lbl.pdf

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