Entwicklung neuer evidenzbasierter Leitlinien für Brustkrebs auf EU-Ebene („Neue EU-Leitlinien“)

(Last Updated On: 27. März 2017)

Die Entwicklung neuer evidenzbasierter Leitlinien für Brustkrebs wurde auf EU-Ebene im Juli 2014 ausgeschrieben.

Ausschreibungstext

Eckdaten zur Ausschreibung

Branche (CPV)Beratung im Bereich Forschung – 73210000-7
Veröffentlichungen – 22120000-7
Beratung im Bereich Gesundheit und Sicherheit – 71317210-8
Auftragsart: Dienstleistungen
Auftraggeber: Europäische Kommission, Gemeinsame Forschungsstelle, Institut für Gesundheit und Verbraucherschutz
Veröffentlicht 11.07.2014
Abschlussdatum 18.08.2014
RegionVarese – ITC41

Beschreibung

Die Gemeinsame Forschungsstelle (JRC) wurde kürzlich mit Aufgaben im Bereich der Prävention von schweren und seltenen Krankheiten betraut, die im Durchführungsbeschluss der Europäischen Kommission 2011/C 358/06 beschrieben werden. Diese Aufgaben lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

i) Entwicklung neuer europäischer Leitlinien für die Früherkennung und Diagnose von Brustkrebs gemäß Empfehlung 2003/878/EG des Rates vom 2.12.2003 zur Krebsfrüherkennung sowie Entwicklung des ersten europäischen freiwilligen Akkreditierungssystems für die Brustkrebsversorgung (breast cancer services — BCSs), das von der Europäischen Kommission in den Schlussfolgerungen des Rates vom 10.6.2008 gefordert wird;

ii) Entwicklung eines EU-weiten Krebsinformationssystems (cancer information system — ECIS) zur Erfassung genauer und vergleichbarer epidemiologischer Daten über Krebs, gemäß der Beschreibung in der Mitteilung der Kommission KOM (2009) 291 vom 24.6.2009, zur Anleitung und Überwachung krebsbezogener politischer Maßnahmen auf europäischer Ebene und

iii) Organisation von Schulungen im Bereich digitale Mammografie.

Das Referat Politikunterstützung Öffentliches Gesundheitswesen (Public Health Policy Support — PHPS) wurde im Institut für Gesundheit und Verbraucherschutz der Gemeinsamen Forschungsstelle (IHCP-JRC) gebildet, um ein entscheidendes Element des Vorschlags der Europäischen Kommission über ihr strategisches Ziel zur Bewältigung gesellschaftlicher Veränderungen zu bearbeiten. Das Team für die Gewährleistung der Qualität der Gesundheitsversorgung (healthcare quality — HQ) ist Teil des PHPS-Referats und für die Umsetzung der Aufgaben i und iii verantwortlich.

Aufgaben

Diese Ausschreibung bezieht sich in erster Linie auf diese 2 Aufgaben.

Schwerpunkt des Auftrags ist die Entwicklung neuer europäischer Leitlinien zur Früherkennung und Vorsorge von Brustkrebs (kurz „neue europäische Leitlinien“). Diese Leitlinien müssen gemäß den Schlussfolgerungen des Rates vom Juni 2008 evidenzbasiert sein.

Das HQ-Team zielt daher darauf, vertrauenswürdige Leitlinien zu entwickeln, die die folgenden Eigenschaften aufweisen. Sie sollen:

— auf einer systematischen Prüfung bestehender Nachweise basieren,

— eine Bewertung der Qualität dieser Nachweise und der Stärke dieser Empfehlungen bieten,

— von einer kompetenten und fachübergreifenden Gruppe von Fachleuten und Vertretern der wichtigsten betroffenen Gruppen ausgearbeitet werden,

— wichtige Teilgruppen von Patienten und Präferenzen von Patienten berücksichtigen,

— auf einem klaren und transparenten Prozess basieren, in dem Einseitigkeiten und Interessenkonflikte minimiert werden,

— eine eindeutige Erklärung der Beziehungen zwischen alternativen Versorgungsoptionen und gesundheitsbezogenen Ergebnissen liefern,

— bei Bedarf überdacht und überarbeitet werden.

Bei dem für die Entwicklung der neuen europäischen Leitlinien verantwortlichen und von der JRC koordinierten Team handelt es sich um die Gruppe für die Entwicklung der Leitlinien (guideline development group — GDG), die folgende Aufgaben übernehmen soll:

1) Auswahl der Fragen, die beantwortet werden sollen;

2) Formulierung jeder Frage in einem entsprechenden Format, z. B. „PICO“ (population (Bevölkerung) — intervention (Intervention) — comparator or control (Komparator order Kontrolle) — outcomes (Ergebnisse)) und

3) Entwicklung evidenzbasierter Empfehlungen für jede Frage.

Jede Empfehlung soll, soweit möglich, auf einer systematischen Prüfung der Nachweise und auf der Bewertung 2 einzelner Elemente basieren: auf der Qualität der ermittelten Nachweise und der Stärke der ausgearbeiteten Empfehlung.

Der Auftragnehmer soll innerhalb eines Rahmenvertrags für Dienstleistungen die folgenden Dienstleistungen für maximal 150 Fragen erbringen:

1) systematische Überprüfung der relevanten Nachweise, die zu berücksichtigen sind, und Bewertung ihrer Qualität;

2) Ausarbeitung eines Entwurf für eine Empfehlung für jede Frage und eines Entwurfs der Bewertung ihrer Stärke und

3) Teilnahmen an GDG-Sitzungen, wenn dies gefordert wird.

Die vom Auftragnehmer entwickelten Ergebnisse dienen als Grundlage für eine dritte Arbeitsgruppe (der GDG), die diese Ergebnisse im Rahmen ihrer Entscheidungsfindung für die Entwicklung endgültiger Empfehlungen berücksichtigen wird. Der Öffentlichkeit wird schließlich das Ergebnis der GDG zur Verfügung gestellt.

Rahmendienstvertrag

Rahmenvertrag über Dienstleistungen in Bezug auf die Entwicklung evidenzbasierter Empfehlungen für Brustkrebs

2014/S 139-248695

Auftragsbekanntmachung

Weiterlesen

Normierung von Gesundheitsdienstleistungen auf EU-Ebene: Eine Stellungnahme der Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss

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